Camponotus herculeanus
Name: Camponotus herculeanus
Herkunft: Mittel- und Nordeuropa, bis nach Asien
Kolonietyp: monogyn, selten oligogyn.
Königin: ca. 14 – 16 mm.
Arbeiterinnen: ca. 6 – 13 mm.
Nahrung: Kohlenhydrate (z. B. Honig, Zuckerwasser), Proteine (z. B. Fliegen, Mücken, Schaben, Heimchen und andere Futterinsekten).
Luftfeuchtigkeit: Arena: 30 – 50 % • Nest: 50 – 60 %.
Temperatur: Arena: 18 – 28 °C • Nest: 21 – 24 °C.
Winterruhe: ja, von Ende Oktober bis Ende März bei 5 – 8 °C.
Nesttypen: In der Natur unter Totholz, Baumstümpfen oder Steinen mit weit verzweigten unterirdischen Nestern. In der Haltung eignen sich Ytong-, Gips-, Kork- sowie 3D-gedruckte Nester mit leicht feuchtem Nestbereich.
Koloniegröße: bis zu mehreren 10.000 Arbeiterinnen.
Camponotus herculeanus zählt zu den größten einheimischen Rossameisen Europas und ist besonders in Nadel- und Mischwäldern verbreitet. Die Art nistet bevorzugt in morschem Holz oder unter Steinen und kann weit verzweigte Koloniesysteme bilden, die mehrere Bäume miteinander verbinden. Charakteristisch sind die schwarz glänzende Königin sowie die rotbraun bis schwarz gefärbten Arbeiterinnen mit einer deutlichen Größenpolymorphie. Trotz ihrer imposanten Größe gilt die Art als ruhig und eher wenig aggressiv; sie verteidigt ihr Nest jedoch entschlossen mit ihren kräftigen Mandibeln und Ameisensäure. Aufgrund ihrer langsamen Kolonieentwicklung, der einfachen Haltung und der beeindruckenden Größe gehört Camponotus herculeanus zu den beliebtesten mitteleuropäischen Rossameisen für Einsteiger und erfahrene Halter gleichermaßen.